Ahmad

Ich komme aus Aleppo. Die Stadt war und ist Kriegsgebiet.

Ich bin 31 Jahre alt und komme aus Syrien. In Aleppo, meiner Heimatstadt, ist die Lage aufgrund des Krieges sehr schlimm. Ich hätte auch kämpfen müssen, wollte aber nicht mein Leben für die Regierung riskieren. Deshalb habe ich meine Frau und drei Kinder in Sicherheit gebracht und bin über die Türkei nach Europa geflohen. Ich hätte nicht das Geld gehabt, um die Schlepper für die gesamte Familie zu bezahlen. Auch wäre die Reise für meine Kinder überhaupt nicht machbar. Kälte, lange Fußmärsche, sich verstecken, sich vor Kriminellen in Sicherheit bringen .... all das ist nicht möglich für meine noch kleinen Kinder.

Ich habe eine Ausbildung als Metallarbeiter gemacht und in Syrien eine gute Arbeit gehabt. Jetzt ist jedoch der Betrieb, in dem ich gearbeitet habe, zerstört von den Bomben.

Ich vermisse meine Familie sehr. In Österreich zu sein ohne meine Frau und meine Kinder ist einerseits ein Hoffnungsschimmer, andererseits ist die Trennung unglaublich schwer.

Österreich ist ein friedliches Land und ich bedanke mich für den respektvollen Umgang mit uns Flüchtlingen. Mein Bruder ist krank und ist momentan in der Klinik in Behandlung. Es ist ein Segen, dass es hier Hilfe gibt.

Wenn ich einen positiven Asylbescheid bekomme, dann muss ich als erstes alles daran setzen, wieder mit meiner Familie zusammen zu sein. Bis dahin möchte ich Deutsch lernen und versuchen, eine Arbeit zu finden, damit ich nicht von der staatlichen Hilfe leben muss.

Ich bedanke mich für alles, was Österreich für mich als geflüchteten Mann und meine Familie tut!

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MiM Miteinander im Mittelgebirge - Freundeskreis Flüchtlinge
c/o Susanne Marini, Plattach 2, 6095 Grinzens

Tel.:  0680 11 68 665
email:  s.marini@miteinander.tirol

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Abgerufen am: 20.04.2018